Töpfereien wurden in vielen Orten betrieben, an denen die benötigten Materialien wie Ton, Wasser und Brennholz

vorhanden waren.

Je nach verfügbarer Tonsorte wurden unterschiedliche Warenarten produziert. Für die Küche zum Beispiel wurden meist glattwandige Krüge, Reibschalen, Siebe, Schalen, Kochtöpfe und Teller sowie Vorratsbehälter produziert.

Für die Herstellung einfacher Gebrauchskeramik war fast jeder Ton geeignet. Die Werkstätten waren meist Kleinbetriebe, die für den lokalen Markt arbeiteten.

 

Hochwertiges Geschirr wie die Terra Sigillata wurde von spezialisierten Töpfer hergestellt.  Der Ton musste vor der Verarbeitung gereinigt, geschlämmt, gewittert und gemaukt werden. Anschließend wurde der Ton durch kneten und schlagen optimiert damit er auf der Drehscheibe zu einem Tongefäß gedreht werden konnte.

Nachdem die Gefäße gedreht, eventuell gehenkelt überarbeitet waren, wurden sie getrocknet und kamen dann in den Töpferofen.

 

Die Öfen hingen vom Produktionsspektrum der Werkstatt ab. Sollte ein Reduktionsbrand unter Luftabschluss gefahren werden, wurde eine Kuppel benötigt, die ein Eindringen von Sauerstoff in die Brennkammer verhinderte.

Für Terra Sigillata wurden in den großen Produktionszentren spezielle Ofenanlagen entwickelt. Die Heißluft zog hier durch Röhren, damit die Keramik nicht in Kontakt mit den Rauchgasen, Asche und Flammen kamen.